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Fassadenbauer.net

Fassaden-Glossar

40 Begriffe rund um die Fassade.

Algenbewuchs

Grünlicher Algen- und Pilzbewuchs entsteht bevorzugt an feuchten, verschatteten Fassaden. Diffusionsoffene, alkalische Oberflächen bremsen ihn.

Armierungsgewebe

Das Armierungsgewebe ist ein alkalibeständiges Glasfasergitter in der Armierungsschicht. Es verteilt Spannungen und hält den Putz rissfrei.

Armierungsschicht

Die Armierungsschicht ist eine mit Gewebe verstärkte Mörtelschicht über der Dämmung. Sie nimmt Spannungen auf und verhindert Risse im späteren Oberputz.

BAFA-Förderung

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bezuschusst Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle, darunter die Fassadendämmung. Voraussetzung sind bestimmte U-Wert-Ziele und Fachunternehmererklärungen.

Dampfbremse

Eine Dampfbremse begrenzt den Wasserdampfstrom in die Konstruktion. In der Fassade ist sie vor allem bei Holz- und Leichtbauwänden relevant.

Diffusionsoffen

Ein diffusionsoffener Aufbau lässt Wasserdampf von innen nach außen entweichen. Das beugt Feuchtestau in der Wand und Schimmelbildung vor.

Effizienzhaus

Der Effizienzhaus-Standard beschreibt das energetische Niveau eines Gebäudes im Verhältnis zum Referenzgebäude. Die Fassade leistet dazu einen wesentlichen Beitrag.

Egalisationsanstrich

Der Egalisationsanstrich gleicht Saugunterschiede und Farbtonschwankungen vor dem Schlussanstrich aus. Er sorgt für ein gleichmäßiges Endbild.

EPS (Styropor)

Expandiertes Polystyrol ist ein leichter, kostengünstiger Dämmstoff aus aufgeschäumten Kügelchen. Er wird häufig in WDVS eingesetzt, ist aber brennbar und bei Brandschutzauflagen…

Fachunternehmererklärung

Mit der Fachunternehmererklärung bestätigt der ausführende Betrieb die normgerechte Ausführung. Sie ist oft Voraussetzung für Fördermittel.

Fassadenfarbe

Fassadenfarbe ist speziell auf Witterung, UV-Beständigkeit und Diffusionsoffenheit abgestimmt. Sie unterscheidet sich grundlegend von Innenfarbe.

Fassadengerüst

Ein Fassadengerüst ist die temporäre Arbeits- und Schutzkonstruktion vor der Fassade. Standzeit und Fläche bestimmen einen Großteil der Nebenkosten.

GEG

Das Gebäudeenergiegesetz löste die EnEV ab und regelt die energetischen Mindestanforderungen an Gebäude. Es gibt bei Fassadensanierungen U-Wert-Grenzen vor.

Grundierung

Die Grundierung reguliert die Saugfähigkeit des Untergrunds und verbessert die Haftung nachfolgender Schichten. Sie wird passend zum Untergrund und zum Folgeprodukt gewählt.

Hinterlüftung

Bei einer hinterlüfteten Fassade sorgt ein Luftspalt zwischen Dämmung und Bekleidung für Feuchteabtransport. Das macht den Aufbau bauphysikalisch besonders sicher.

Holzfaserdämmung

Holzfaserplatten sind ein nachwachsender Dämmstoff mit guten sommerlichen Hitzeschutz-Eigenschaften. Sie sind diffusionsoffen und werden gerne bei ökologischen Sanierungen gewählt.

KfW-Förderung

Die KfW fördert energetische Sanierungen über zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse. Umfangreiche Fassadensanierungen laufen häufig über KfW-Programme.

Klinker

Klinker ist ein bei hohen Temperaturen gebrannter, dichter Ziegel mit geringer Wasseraufnahme. Als Verblender bildet er eine extrem witterungsbeständige Fassade.

Kratzputz

Kratzputz erhält seine raue Struktur, indem die oberste Schicht nach dem Anziehen abgekratzt wird. Er gilt als besonders robust und traditionell.

Kunstharzputz

Kunstharzputz enthält Kunststoffdispersionen als Bindemittel und ist elastisch sowie rissüberbrückend. Er ist weniger diffusionsoffen als Mineralputz.

Luftdichtheit

Die Luftdichtheit der Gebäudehülle verhindert unkontrollierten Wärmeverlust durch Fugen. Sie wird mit dem Blower-Door-Test überprüft.

Mineralputz

Ein mineralischer Putz auf Kalk- oder Zementbasis ist diffusionsoffen und alkalisch, was Algenbewuchs erschwert. Er gilt als besonders langlebig.

Mineralwolle

Dämmplatten aus Stein- oder Glaswolle sind nicht brennbar und diffusionsoffen. Sie kommen vor allem dort zum Einsatz, wo Brandschutz oder Feuchteschutz eine…

Netzriss

Netzrisse sind feine, netzartige Oberflächenrisse im Putz ohne statische Bedeutung. Sie entstehen meist durch Schwinden und lassen sich überarbeiten.

Oberputz

Der Oberputz ist die sichtbare, wetterfeste Abschlussschicht der Fassade. Körnung und Struktur bestimmen die Optik, das Bindemittel die Diffusionsoffenheit.

Perimeterdämmung

Die Perimeterdämmung ist die feuchte- und druckbeständige Dämmung erdberührter Bauteile. Sie schließt am Sockel an die Fassadendämmung an.

Reibeputz

Beim Reibeputz entsteht die Struktur durch das Verreiben der im Putz enthaltenen Körnung. Rillen- und Kratzstrukturen sind je nach Reibrichtung möglich.

Riemchen

Riemchen sind dünne Klinker-Streifen, die wie Fliesen auf die Fassade geklebt werden. Sie erzeugen die Klinkeroptik ohne vorgemauerte Schale.

Scheibenputz

Scheibenputz wird mit einer Kunststoffscheibe glattgezogen und zeigt eine feinkörnige Oberfläche. Er ist ein verbreiteter Oberputz für moderne Fassaden.

Schlagregenschutz

Der Schlagregenschutz beschreibt, wie gut eine Fassade windgetriebenen Regen abhält. Er hängt von Putz, Anstrich und konstruktiven Details ab.

Schlämme

Eine Schlämme ist ein dünnflüssiger, streichbarer Mörtel zur Egalisierung oder Abdichtung. Sie wird etwa im Sockel oder auf Sichtmauerwerk eingesetzt.

Setzriss

Ein Setzriss verläuft oft diagonal und weist auf Bewegungen im Baukörper hin. Er ist statisch relevant und sollte fachlich beurteilt werden.

Silikatfarbe

Silikat- oder Mineralfarbe verkieselt mit dem mineralischen Untergrund und ist dadurch besonders haltbar und diffusionsoffen. Sie eignet sich nicht für alle Untergründe.

Silikonharzfarbe

Silikonharzfarbe kombiniert Wasserabweisung mit hoher Diffusionsoffenheit. Sie ist der verbreitete Standard für moderne Fassadenanstriche.

Sockelputz

Sockelputz ist ein besonders widerstandsfähiger Putz im spritzwasserbelasteten Sockelbereich. Er muss schlagfest und feuchteunempfindlich sein.

Spritzwasserbereich

Der Spritzwasserbereich ist die Zone am Fassadenfuß, die von aufspritzendem Regen getroffen wird. Er braucht einen abweichenden, robusteren Aufbau.

U-Wert

Der Wärmedurchgangskoeffizient gibt an, wie viel Wärme pro Quadratmeter Bauteilfläche bei einem Grad Temperaturunterschied verloren geht. Je niedriger der U-Wert, desto besser…

VHF

Die vorgehängte hinterlüftete Fassade ist ein Konstruktionsprinzip mit Unterkonstruktion, Dämmung, Luftschicht und Bekleidung. Sie trennt Wärmeschutz und Wetterschutz konstruktiv.

Wärmebrücke

Eine Wärmebrücke ist eine Stelle im Bauteil, an der Wärme schneller nach außen fließt als in der Fläche. Typische Beispiele sind Fensterlaibungen,…

WDVS

Ein Wärmedämm-Verbundsystem ist ein mehrschichtiger Aufbau aus Dämmplatten, Armierungsschicht und Oberputz, der direkt auf die Außenwand aufgebracht wird. Es ist der am…